(7) Seven Card Stud Poker

7 Card Stud Poker ist ähnlich wie Texas Hold’em eine recht neue Pokervariante, die gern bei Turnieren und in Online Pokerräumen gespielt wird. Im Unterschied zu den meisten anderen Pokerarten kann beim 7 Card Stud Poker auch die Farb einer Karte eine Rolle spielen. Sollten nämlich bei der Entscheidung welcher Spieler zuerst Setzen muss, zwei oder mehr Spieler die niederst oder höchste Karte besitzen, so entscheidet die Farbe in folgender aufsteigender Reihenfolge: Kreuz, Karo, Herz und Pik.

1. Setzrunde

Bei Beginn eines Spieles zahlt jeder Spieler einen Grundeinsatz (das Ante) in den Pot. Anschließend erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten (Hole cards) und eine offen Karte (Door). Diese drei Karten gemeinsam werden Third Street genannt.

Dann beginnt der Spieler mit der niedersten offenen Karte die erste Setzrunde mit dem sogenannten Forced Bet. Dieser muss zumindest die Höhe des Antes und höchstens das untere Split Limit erreichen.

Nach dem ersten Einsatz darf in jeder Setzrunde der Einsatz höchstens drei Mal erhöht werden. Das heißt, ein Spieler eröffnet die Runde mit seinem Einsatz, dieser kann nun zweimal erhöht (Raise und Reraise) und mit einer letzten Erhöhung (Cap) abgeschlossen werden. Beträgt das Lower Limit des Tisches zum Beispiel 5, so ist der maximale Einsatz in der ersten Wettrunde (ohne das Ante) höchstens 20.

2. Setzrunde

Nach der ersten Setzrunde erhält jeder Spieler eine weitere offene Karte (Fourth Street) und es folgt eine zweite Setzrunde, wobei ab der zweiten Runde jeweils derjenige Spieler zu setzen beginnt, der die höchste offene Kartenkombination besitzt.

Sollte in der zweiten Setzrunde bereits ein Spieler über ein offenes Paar verfügen, darf zwischen dem Ante und dem Higher Limit gesetzt werden, ansonsten gilt in der zweiten Runde weiterhin das Lower Limit.

Im Unterschied zur ersten Setzrunde besteht nun für den Spieler mit der höchsten offenen Kartenkombination in der zweiten Runde die Möglichkeit abzuwarten (check) oder innerhalb der Limits einen Einsatz zu tätigen. Wenn der erste Spieler abwartet haben auch die nächsten Spieler die Möglichkeit zu checken. Sobald jedoch einer der Spieler einen Einsatz gebracht hat, müssen die Übrigen entweder denselben Betrag in den Pot einzahlen (Call), einen höheren Betrag als der vorhergehende Spieler setzen (Raise), oder aussteigen (Fold).

3. Setzrunde

Anschließend an die zweite Setzrunde erhält jeder Spieler eine dritte offene Karte (Fifth Street), gefolgt von einer weiteren Setzrunde. Ab der dritten Runde darf nur mehr innerhalb des unteren und oberen Split Limits gesetzt werden.

4. Setzrunde

In der vierten Spielrunde erhält wiederrum jeder Spieler eine offene Karte (Sixth Street).

5. Setzrunde

In der letzten Runde erhält jeder verbleibende Spieler eine weitere Karte (Seventh Street), diesmal allerdings verdeckt. Jeder Spieler verfügt zu diesem Zeitpunkt somit über vier offene und drei verdeckte Karten.

In der abschließenden Setzrunde gibt es keine Beschränkung mehr in der Anzahl der Erhöhungen. Es kann daher so oft erhöht werden, bis kein Spieler mehr erhöht.

Beim Showdown muss der Spieler, der als letzter erhöht hat oder derjenige, der als erster gesetzt hat, oder falls niemand gesetzt hat, derjenige, der in der letzten Runde als erster gesprochen hat seine verdeckten Karten offenlegen. Der Kartengeber stellt dann aus den sieben verfügbaren Karten die beste Kombination aus fünf Karten zusammen.

Abweichend von den Vorrunden spielt die Farbe der Karten bei der Gewinnentscheidung keine Rolle und wird daher der Pot unter allen Spielern mit der gleichen Kartenkombination aufgeteilt.

Common Card

Sollten acht oder mehr Spieler an einer 7 Card Stud Partie teilnehmen, kann es vorkommen, dass in der letzten Runde nicht mehr genügend Karten für alle Spieler vorhanden sind. In diesem Fall wird, anstelle jedem Spieler eine Karte auszuteilen, eine Karte offen für alle aufgedeckt. Diese Karte gilt dann als Common Card und ist wie bei den Spielvarianten Texas Hold’em und Omaha Bestandteil der Hand jeden Spielers.

 

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